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"Der Monitor" (von der Kirche herausgegebene Tageszeitung - in englisch)
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Gebet
von Mary Baker Eddy (Leseprobe)
Ich möchte an dieser Stelle den Anfang des ersten Kapitels aus dem Buch "Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift" von Mary Baker Eddy zitieren, um denjenigen, die die Christliche Wissenschaft noch nicht kennen, einen Eindruck von Mary Baker Eddys Werk zu vermitteln.
DAS Gebet, das die Sünder umwandelt und die Kranken heilt, ist ein absoluter Glaube, daß bei Gott alle Dinge möglich sind - ein geistiges Verständnis von Ihm, eine selbstlose Liebe. Ungeachtet dessen, was andere über diesen Gegenstand sagen oder denken mögen: ich spreche aus Erfahrung. Beten, wachen und arbeiten, verbunden mit Selbstaufopferung, sind Gottes gnadenreiche Mittel zur Vollendung alles dessen, was mit Erfolg zur Christianisierung und Gesundheit der Menschheit getan worden ist.
Unausgesprochene Gedanken sind dem göttlichen Gemüt nicht unbekannt. Verlangen ist Gebet; und kein Verlust kann uns daraus erwachsen, daß wir Gott unsere Wünsche anheimstellen, damit sie gemodelt und geläutert werden möchten, ehe sie in Worten und Taten Gestalt annehmen.
Was sind die Beweggründe zum Gebet? Beten wir, um selbst besser zu werden, oder um denen zu nützen, die uns hören; um den Unendlichen zu erleuchten, oder um von Menschen gehört zu werden? Nützt uns Beten etwas? Ja, das Verlangen, das da hungernd nach Gerechtigkeit ausgeht, wird von unserem Vater gesegnet und kehrt nicht leer zu uns zurück.
Gott läßt sich durch den Odem des Lobes nicht bewegen, mehr zu tun, als Er bereits getan hat, noch kann der Unendliche weniger tun als alles Gute spenden, da Er unwandelbare Weisheit und Liebe ist. Durch demütige, inbrünstige Bitten können wir mehr für uns selbst tun, doch gewährt sie der Allliebende nicht einfach auf Grund von Lippendienst, denn Er weiß schon alles.
Gebet kann die Wissenschaft des Seins nicht ändern, aber es dient dazu, uns mit derselben in Einklang zu bringen. Güte erreicht die Demonstration der Wahrheit. Die Bitte, daß Gott uns erlösen möge, ist nicht das einzige, was von uns verlangt wird. Die bloße Gewohnheit, das göttliche Gemüt anzuflehen, wie man ein menschliches Wesen anfleht, nährt die Annahme, daß Gott menschlich umgrenzt sei - ein Irrtum, der das geistige Wachstum hindert.
Gott ist Liebe. Können wir Ihn bitten, mehr zu sein? [...]
Soweit die ersten Absätze aus "Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift" von Mary Baker Eddy. Das Buch kann unter anderem in den Leseräumen der Christlichen Wissenschaft gelesen oder erworben werden.
Anmerkung: Der vorliegende Text stammt aus dem Lehrbuch meiner Urgroßmutter; es handelt sich um die deutsche Übersetzung aus dem Jahre 1912! Mittlerweile hat es mehrere Neuausgaben gegeben, in denen die Sprache der heutigen Zeit angepaßt wurde.
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